Weiterbildung in Prozessmanagement

Die Prozessmanagement Weiterbildung kannst Du als berufsbegleitenden Fernkurs oder als Präsenzlehrgang belegen. Die Ausbildung zum Prozessmanager richtet sich an Berufserfahrene und Quereinsteiger.

Prozessmanagement Weiterbildung – Die Alternative für Berufserfahrene

Das Prozessmanagement ist für viele Unternehmen unerlässlich, da betriebliche Vorgänge immer komplexer werden. Als Prozessmanager gestaltest und dokumentierst Du Geschäftsabläufe. Außerdem lenkst und optimierst Du diese, um den reibungslosen Produktionsfluss zu garantieren.

Die Prozessmanagement Weiterbildung bietet sich für Berufserfahrene an, die bereits im Prozessmanagement tätig sind oder ihr Portfolio dahingehend erweitern wollen. Zu der Ausbildung, die überwiegend als Fernlehrgang stattfindet, gehören Themen wie Wirtschaft, Organisation und die wichtigsten Managementtechniken.

Das Projektmanagementhandbuch erläutert das Prozessmanagement anschaulich:

„Das Managen von Geschäftsprozessen im Unternehmen ist im Grunde vergleichbar mit dem Steuern einer Segelyacht: Das Fortkommen einer Segelyacht hängt einerseits vom herrschenden Wind und andererseits von den Fähigkeiten der Mannschaft ab. Der Wind der Unternehmen voranbringt ist der Bedarf der Kunden. Ob es gelingt den Wind zu nutzen, hängt dabei von der Mannschaft ab: Ist sie in der Lage die richtigen Manöver richtig auszuführen (Kennt sie die Manöver überhaupt?), oder muss jeder Handschlag einzeln angewiesen werden?“ Quelle: Projektmanagementhandbuch.de

Welche Anbieter haben eine Weiterbildung in Prozessmanagement im Programm?

Eine Weiterbildung in Prozessmanagement kannst Du z. B. im Fernstudium absolvieren. Die Tabelle verschafft Dir eine Übersicht über Deine Möglichkeiten:

Welche Voraussetzungen muss ich für eine Prozessmanagement Weiterbildung erfüllen?

Die Prozessmanagement Weiterbildung ist nicht vom Bund reglementiert. Daher legt jedes Institut die Voraussetzungen selbst fest. Einige Institute erwarten keine besonderen Abschlüsse. Häufig ist Basiswissen im Bereich Technik und Wirtschaftswissenschaften erforderlich.

Von Vorteil ist es auch, wenn Du Kenntnisse im Finanz-, Informations- und Projektmanagement vorweisen kannst. Daher zielt die Fortbildung in erster Linie auf Berufstätige mit einschlägiger Berufspraxis ab.

Wie läuft die Prozessmanagement Weiterbildung ab?

Das Curriculum der Prozessmanagement Weiterbildung ist sehr unterschiedlich und richtet sich nach Deiner Kurswahl. Meist sind die Weiterbildungen berufsbegleitend angelegt. Die Lehrgangsdauer variiert zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten. Die Fernlehrgänge dauern meistens 3 Monate. Die Termine für die kurzen Präsenzkurse sind meistens unter der Woche angesetzt, Du kannst diese Seminare aber als Bildungsurlaub geltend machen.

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Das mibeg – Institut Wirtschaft und Recht – gewährt Dir hier einen ersten Eindruck über das Weiterbildungsprogramm zum Projekt- und Prozessmanager:

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Inhalte

Die Schwerpunkte der Prozessmanagement Weiterbildung sind sehr unterschiedlich und richten sich vor allem nach der Länge der Kurse. Die intensiven, ganztägigen Präsenzkurse von maximal 2 bis 3 Tagen legen ihren Fokus meist ausschließlich auf den Kern des Themas, also die Prozesse in einer Firma. Eine umfangreichere Prozessmanagement Ausbildung bieten Dir die Fernlehrgänge. Diese Lerninhalte können Teil der Fortbildung sein:

  • Grundlagen der Wirtschaft
  • Organisation im Betrieb
  • Managementtechniken und Projektmanagement
  • Quantitative Methoden (Wahrscheinlichkeit und Statistik)
  • Kundenorientierung
  • Qualitätsmanagement
  • Mitarbeiterorientierung
  • Management von Prozessen & Prozessoptimierung
    • Funktions- und Prozessorientierung
    • Prozessarten
    • Technologiemanagement
    • Wettbewerbsfähigkeit
    • Organisationsentwicklung
    • Nachhaltigkeit
    • Analyse und Modellierung
    • Verbesserungsprozess
    • Verfahrensinnovationen

Ablauf

Der Ablauf der Prozessmanagement Weiterbildungen unterscheidet sich je nach Lehrform. Bei den Präsenzkursen bist Du mehrere Tage vor Ort und besuchst ganztägige Seminare. Die Aufgaben kannst Du dann zuhause vor- oder nachbereiten. Als Übung bearbeitest Du meist praxisbezogene Fallbeispiele, die direkt anwendbar sind. Zusätzlich findet auch ein Austausch mit Experten statt. Im Fernlerngang schicken Dir die Anbieter Lehrhefte zu, die Du zuhause selbstständig löst. Die Antworten schickst Du an Deinen Dozenten zurück, der die Ergebnisse konrolliert und Dir ein Feedback gibt.

Abschluss

Nach der Teilnahme an der Prozessmanagement Ausbildung im Fernlehrgang hast Du meist die Möglichkeit, eine Prüfung abzulegen. Vorwiegend bearbeitest Du dafür eine Fallaufgabe oder beweist Dich in einer Klausur. Wenn Du die Prüfung bestanden hast, bekommst Du ein Zertifikat ausgehändigt. Die Anbieter für Präsenzkurse bieten kein Examen an und stellen daher auch kein Zertifikat, sondern einen Teilnahmeschein aus.

Wie anerkannt ist die Prozessmanagement Weiterbildung?

Die Prozessmanagement Weiterbildung ist nicht staatlich geregelt. Nach der erfolgreichen Weiterbildung zum Prozessmanager verleiht Dir der Bildungsanbieter ein institutsinternes Zertifikat. Die Anerkennung dieser Bescheinigung hängt stark von dem Bekanntheitsgrad des Institutes ab. Ein Qulitätsmerkmal ist aber beispielsweise das Siegel der Zentralstelle für Fernstudien (ZFU). Willst Du in Deinem Unternehmen aufsteigen? Dann besprich die Wahl Deines Lehrganges vorher mit Deinem Arbeitgeber. So bist Du auf der sicheren Seite, was die Anerkennung Deines Zeugnisses bei deiner Firma angeht.

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Wie sieht das Berufsbild eines Prozessmanagers aus?

Nach Deiner Prozessmanagement Weiterbildung ergibt sich für Dich eine große Spannbreite an Arbeitsmöglichkeiten. In der Regel konzipierst und realisierst Du Veränderungsprojekte, meist im technischen Bereich des Unternehmens. Dafür analysierst und optimierst Du in erster Linie die Prozesse. Zur Steuerung von Prozessen gehören auch die Mitarbeitermotivation und die Kundenbetreuung. Darüber hinaus bist Du oft für die Projektergebnisse verantwortlich.

Mit einem Zertifikat über die Prozessmanagement Ausbildung in der Tasche bieten sich für Dich diverse Branchen an, in denen Du arbeitet kannst. Die meisten Prozessmanager sind in der IT-Branche angestellt und optimieren Geschäftsprozesse. Aber auch in der Automobilindustrie und auf dem Gesundheitsmarkt finden sich Anstellungen nach Deiner Prozessmanagement Weiterbildung. Die nebenstehende Grafik bietet Dir einen Überblick über die Branchen mit den meisten Stellenangeboten für Prozessmanager. Die Höhe des Balkens „andere“ zeigt Dir, dass die Arbeitsbereiche sehr weit gestreut sind.

Welche Aufgaben hat ein Prozessmanager?

Deine Prozessmanagement Weiterbildung qualifiziert Dich für ein breites Aufgabenspektrum. Deine spezifischen Aufgaben sind natürlich von Deiner genauen Position und Deinem Arbeitgeber abhängig. Diese Aufgaben gehören in der Regel zu Deinem Repertoire:

  • Geschäftsprozesse analysieren
  • Prozesse begleiten, leiten und optimieren
  • Konzeptionelle Lösungen entwickeln
  • Mit den Verantwortlichen kommunizieren
  • Mit anderen Unternehmensbereichen abstimmen
  • Neue Arbeitsanweisungen erstellen
  • Standards einführen
Maren Mählmann, Abteilungsleiterin Projekt- & Prozessmanagement der OttoGroup, erzählt von Ihrer täglichen Arbeit als Prozessmangerin.

Welches Gehalt verdiene ich als Prozessmanager?

Das Gehalt eines Prozessmanagers schwankt sehr stark. Im Durchschnitt kannst Du monatlich rund 4.000 € brutto verdienen. Faktoren, die die Höhe Deines Verdienstes beeinflussen, sind:

  • Bundesland
  • Erfahrung
  • Arbeitsbranche
  • Genaue Position

Darüber hinaus verdienen weibliche Prozessmanager meist weniger als ihre männlichen Kollegen.

Die folgende Tabelle liefert Dir einen Ausblick auf das durchschnittliche Gehalt eines Prozessmanagers. Informationen über Manager Gehälter im Allgemeinen findest Du hier.

Durchschnittliches Gehalt*
Männer4.300 €
Frauen3.300 €
Durchschnitt4.000 €
*) in brutto / monatlich
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Welche Berufsaussichten habe ich als Absolvent des Prozessmanagements?

Mit Deiner Prozessmanagement Weiterbildung in der Tasche bieten sich Dir gute Berufsaussichten. Große Betriebe und komplexe Prozesse sind Deine Herausforderungen – Du musst die Kosten senken und das Unternehmen wirtschaftlich führen. Dein Ziel ist es auch, Abläufe für alle Beteiligten transparant und verständlich zu machen. Die Prozessmanagement Weiterbildung richtet sich in erster Linie an Berufstätige in leitender Position und setzt daher nicht selten mehrere Jahre Berufserfahrung voraus. Der Beförderung zum Prozessmanager gelingt daher meist durch die Übernahme von kleineren Prozessen. Mit der Erfahrung vergrößert sich dann der Aufgabenbereich und Du steigst auf. Die Ausbildung ist dabei ein hilfreicher Baustein.